Das Deutsche Rote Kreuz und die internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung verlieren eine herausragende Persönlichkeit, einen leidenschaftlichen Historiker und einen überzeugten Rotkreuzler.

Mit großer Trauer und Dankbarkeit gedenken wir Dr. phil. Volkmar Schön aus Hamburg, der am ….. im Alter von 69 Jahren verstorben ist. Dr. Schön war dem Deutschen Roten Kreuz über Jahrzehnte hinweg eng verbunden und sein Wirken reichte weit über seine Heimatstadt Hamburg hinaus.

Sein Weg im Roten Kreuz begann bereits in jungen Jahren. Über viele Jahrzehnte engagierte er sich ehrenamtlich und übernahm dabei verantwortungsvolle Aufgaben auf Kreis-, Landes- und Bundesebene. Mehr als 25 Jahre stand er dem DRK-Kreisverband Hamburg-Eimsbüttel als Vorsitzender vor. Seit 1997 gehörte er dem Präsidium des Deutschen Roten Kreuzes an und war von 2006 bis 2025 Vizepräsident des DRK. Für sein über fünf Jahrzehnte währendes Engagement wurde ihm 2022 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen.

Besonders verbunden war Dr. Schön der Geschichte und den Grundsätzen der Rotkreuzbewegung. Als promovierter Archäologe und leidenschaftlicher Historiker hat er sich mit großer wissenschaftlicher Akribie der Erforschung und Bewahrung der Rotkreuzgeschichte gewidmet. Mit den von ihm herausgegebenen und verfassten Publikationen sowie den „Notizen zur Hamburger Rotkreuzgeschichte“ hat er einen bleibenden Beitrag zur Dokumentation der Geschichte des Roten Kreuzes geleistet.

Sein besonderes Augenmerk galt dabei der Geschichte des Roten Kreuzes in Hamburg. Über Jahre hinweg recherchierte er in Archiven, sichtete Dokumente und historische Fotografien und machte die Spuren der Rotkreuzgeschichte in der Hansestadt für eine breite Öffentlichkeit zugänglich. Noch 2025 erschien sein umfangreicher Stadtführer „Das Rote Kreuz in Hamburg – Historische Orte“, der seine langjährige Beschäftigung mit der Geschichte des Helfens eindrucksvoll dokumentiert.

Auch den Rotkreuz-Museen und der Bewahrung des historischen Erbes der Bewegung fühlte sich Dr. Schön in besonderer Weise verbunden. Seine Veröffentlichungen und sein Engagement trugen dazu bei, die Geschichte des Roten Kreuzes nicht nur zu bewahren, sondern auch für kommende Generationen lebendig und verständlich zu machen.

Sein Wirken war geprägt von Verantwortungsbewusstsein, historischer Genauigkeit und einer tiefen Verbundenheit mit den Grundsätzen des Roten Kreuzes. Dabei verstand er Geschichte nicht als bloße Erinnerung an Vergangenes, sondern als Verpflichtung für die Gegenwart und Zukunft.

Wir verlieren mit Dr. Volkmar Schön einen engagierten Rotkreuzler, einen kenntnisreichen Historiker und einen Menschen, der sich der Idee der Menschlichkeit ein Leben lang verpflichtet fühlte.

Seine Spuren werden in Hamburg, im Deutschen Roten Kreuz, in der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung und insbesondere in der Rotkreuzgeschichtsschreibung fortbestehen.

Wir verneigen uns in Dankbarkeit vor seinem Lebenswerk.

Unser Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Angehörigen, seinen Freunden und allen Weggefährtinnen und Weggefährten.

Wir werden Dr. phil. Volkmar Schön in dankbarer und ehrender Erinnerung behalten.