· Pressemitteilung

Castiglione-Geschichtspreis 2025

Simon Jägersküpper (li) erhält den Preis für das Rotkreuz-Museum aus der Hand des ehem. DRK-Vizepräsidenten Dr. Volkmar Schön (re)

Seit 2023 zeichnet das DRK Generalsekretariat jährlich zwei Personen oder Projekte mit dem Castiglione-Preis aus. Lernen Sie die aktuellen Preisträgerinnen und Preisträger kennen.

Die Preisträger 2025


Geschichtsvermittlung im Rotkreuz-Museum vogelsang ip

Das Rotkreuz-Museum vogelsang ip in Schleiden ist das größte Rotkreuz-Museum Deutschlands Gemeinsam mit der Rotkreuz-Akademie vogelsang ip bildet es einen bundesweit einzigartigen Ort historisch-politischer Bildungs- und Vermittlungsarbeit. Untergebracht auf ehemaligen NS-Gelände entsteht eine eindrucksvolle und kritische Auseinandersetzung und Aufarbeitung von Geschichte. 

Im Mittelpunkt stehen zwei große Dauerausstellungen

‚Das Abenteuer Menschlichkeit‘ im HUMANITARIUM eröffnet eine internationale Perspektive auf die Entstehung, die Prinzipen und die weltweite Arbeit der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. 

‚Die Geschichte einer Idee‘ im HAUS NORDRHEIN beleuchtet die nationale, regionale und lokale Entwicklung des Deutschen Roten Kreuzes. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf die Rolle und Entwicklung des DRK in der Zeit des Nationalsozialismus, vor allem im Rheinland, gelegt.


Yvonne Aregger - Die Aufarbeitung des Einsatzes von Rotkreuzschwestern im 2. Weltkrieg

Mit ihrer Arbeit macht Yvonne Aregger einen wichtigen Beitrag zur Schließung einer bestehenden Forschungslücke: die Analyse der Rolle und Selbstwahrnehmung von Rotkreuzschwestern in der NS-Ideologie. Ihre Masterarbeit mit dem Titel ‘“Viel Arbeit, es geht mir gut”. Kriegserfahrungen von deutschen Rotkreuzschwestern an der Ostfront 1941 bis1945 und ihre Rolle im Krieg‘ rückt damit das bislang wenig betrachtetes Kapitel der DRK-Geschichte in den Fokus. 

Die Masterstudentin im Fach Geschichte arbeitet den Einsatz deutscher Rotkreuzschwestern an der Ostfront im Zweiten Weltkrieg fundiert auf. Anhand von Tagebüchern und Briefen von sieben Schwestern zeigt sie eindrücklich, wie der Alltag in den Lazaretten zwischen harter Arbeit und lebensgefährlichen Situationen aussah.