· Pressemitteilung

In dankbarer Erinnerung

Zwei Weggefährten des Roten Kreuzes

Es gibt Menschen, deren Wirken weit über ihre eigene Lebenszeit hinausreicht. Dr. Volkmar Schön und Rolf Zimmermann gehören für uns zu diesen Menschen.

Ihre Lebenswege waren unterschiedlich, doch sie waren durch eine gemeinsame Leidenschaft tief miteinander verbunden: die Liebe zum Roten Kreuz, zu seiner Geschichte und zu den Menschen, die diese Geschichte geprägt haben.

Beide wussten, dass Erinnerung mehr bedeutet als das Bewahren alter Gegenstände und Dokumente. Erinnerung bedeutet, Werte weiterzugeben. Menschlichkeit, Hilfsbereitschaft, Mitgefühl und die Bereitschaft, Verantwortung für andere zu übernehmen.

Rolf Zimmermann hat diesem Gedanken mit dem Aufbau und der Entwicklung des Rotkreuz-Museums in Vogelsang ein sichtbares Zuhause gegeben. Mit großer Beharrlichkeit, persönlichem Einsatz und viel Herzblut machte er Rotkreuzgeschichte erlebbar. Für ihn waren die vielen Exponate seines Museums niemals nur historische Dinge. Hinter jedem Stück standen Menschen, Schicksale und Geschichten.

Dr. Volkmar Schön war ein ebenso leidenschaftlicher Bewahrer und Vermittler der Rotkreuzgeschichte. Als Historiker und engagierter Vertreter des Deutschen Roten Kreuzes wusste er um die Bedeutung der Museen und ihrer Arbeit. Er schenkte ihnen seine Aufmerksamkeit, seine Anerkennung und seine persönliche Unterstützung.

So begegneten sich zwei Menschen, die sich in ihrem Denken und in ihrer Haltung nahe waren.

Volkmar Schön war ein gern gesehener Gast in Vogelsang. Seine Besuche, sein ehrliches Interesse und seine wertschätzenden Worte waren für Rolf Zimmermann und die Menschen, die dort mit ihm arbeiteten, eine besondere Anerkennung. Umgekehrt schätzte Volkmar Schön die Leidenschaft und die Authentizität, mit der Zimmermann Rotkreuzgeschichte bewahrte und vermittelte.

Es war eine Verbindung, die von gegenseitigem Respekt, Vertrauen und gemeinsamer Überzeugung getragen wurde.

Heute müssen wir von beiden Abschied nehmen.

Und doch sind sie in unserer Arbeit weiterhin gegenwärtig.

Wenn wir durch unsere Museen gehen, wenn wir historische Dokumente in den Händen halten, wenn wir eine Ausstellung eröffnen oder gemeinsam über die Geschichte des Roten Kreuzes sprechen, dann begegnen uns auch die Spuren ihres Wirkens.

Vielleicht ist das eines der schönsten Vermächtnisse, das ein Mensch hinterlassen kann: nicht vergessen zu werden, weil das, wofür er gelebt hat, weiterlebt.

Volkmar Schön und Rolf Zimmermann haben ihre Spuren hinterlassen – in den Rotkreuz-Museen, in der Arbeitsgemeinschaft, in der Geschichte des Deutschen Roten Kreuzes und vor allem in den Erinnerungen der Menschen, die ihnen begegnen durften.

Wir verlieren mit ihnen zwei besondere Persönlichkeiten und Weggefährten.

Wir gewinnen zugleich die Verpflichtung, das weiterzuführen, was ihnen so wichtig war:
- Erinnerung zu bewahren.
- Geschichte lebendig zu halten.
- Und die Werte des Roten Kreuzes an kommende Generationen weiterzugeben.

In diesem Sinne bleiben Dr. Volkmar Schön und Rolf Zimmermann Teil unserer gemeinsamen Geschichte.

Wir werden sie nicht vergessen.

In tiefer Dankbarkeit und mit großem Respekt vor ihrem Lebenswerk.