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Leitbild der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Rotkreuzmuseen

1. Selbstverständnis

Die Tätigkeit der Rotkreuzmuseen dient der Verbreitung des Rotkreuzgedankens aus seiner historischen Perspektive heraus. Sie verkörpern historischen Sachverstand des Verbandes, den sie in interne und externe Kommunikationsprozesse einbringen. Ihre Arbeit macht Rot­kreuzgeschichte erlebbar; sie ist von kulturgeschichtlicher und bildungspolitischer Relevanz.

Die Rotkreuzmuseen sind Rotkreuzeinrichtungen. Ihre Aktivität weist entsprechende Bezüge auf – eingebettet in die Geschichte des Gesamtverbandes und der Rotkreuzbewegung wie auch der Universalgeschichte.

 

2. Verbreitungsarbeit

Die Rotkreuzmuseen und ihre Tätigkeit sind Bestandteil der Verbreitungsarbeit, einer zentra­len, satzungsgemäß und strategisch verankerten Aufgabe des Deutschen Roten Kreuzes. Auf spezifische Weise tragen sie zur Verbreitung des Selbstverständnisses und der Grund­sätze des Roten Kreuzes sowie des humanitären Völkerrechts bei. Die Museen sind Mittel der Identitätsstiftung für den Verband und seine Mitglieder. Im Roten Kreuz sind Ethik, Zei­chen und Geschichte auf eine ganz besondere Weise miteinander verbunden. Verbreitungs­arbeit und die hierin eingebetteten Rotkreuzmuseen stellen etwas Einmaliges dar und bilden ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber Anderen.

 

3. Einbindung in den Verband

Die Einbindung in den Gesamtverband hat ihre inhaltliche und konzeptionelle Grundlage in der Verbreitungsfunktion der Rotkreuzmuseen. Sie kooperieren mit den Konventionsbeauf­tragten des Verbandes. Ähnlich wie diese sehen sich die Museumsmitarbeiterinnen und -mit­arbeiter als Mitglieder mit Experten- oder Fachstatus außerhalb traditioneller Gemein­schaf­ten. Die Arbeitsgemeinschaft der deutschen Rotkreuzmuseen ist Ansprechpartner für den Bundes- oder Gesamtverband. Hinzu kommen regionale Vernetzungsstrukturen, in denen Abstimmungs- und Steuerungsprozesse stattfinden.

Grundsätzlich ist ein Rotkreuzmuseum von einer Rotkreuzgliederung anerkannt. Es wird von dieser oder von einem Verein getragen, der zur Führung des Rotkreuzzeichens berechtigt oder seinerseits Mitglied einer Rotkreuzgliederung ist. Die Rotkreuzgliederungen unterstüt­zen die Arbeit der Museen. Der Bundesverband unterstützt die Arbeit der Arbeitsgemein­schaft der deutschen Rotkreuzmuseen.

 

4. Sammlungs- und Ausstellungsprofil

Die Museen streben eine wirksame und zeitgemäße Präsentation ihrer Sammlungen und Objekte an. Sie pflegen – im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft - den Erfahrungsaustausch unter Wahrung der Individualität und Originalität des einzelnen Museums.

 

5. Bestanderfassung – Archivierung - Bibliothek

Eine unter den Museen gegenseitig zugängliche Bestandserfassung stellt eine sinnvolle und wichtige Ergänzung der Sammlungs- und Ausstellungstätigkeit dar. Sie erleichtert den Aus­tausch unter den Museen wie auch die Nutzung durch interessierte Kreise aus Bildung, Wis­senschaft und Öffentlichkeit. Im Rahmen vorhandener Kapazitäten unterhalten die Museen ein Archiv und/oder eine Bibliothek.

 

6. Qualitätssicherung

Name und Tätigkeit eines Rotkreuzmuseums sind mit einem Qualitätsanspruch verbunden. Um dessen Wahrung bemüht sich jedes Museum im Zusammenwirken mit den anderen Mu­seen und den zuständigen Rotkreuzgliederungen und -bereichen. Eine spezielle Rolle kommt der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Rotkreuzmuseen und den anderen Vernet­zungsstrukturen zu.

Der Zukunftssicherung durch Nachwuchsgewinnung gilt die besondere Aufmerksamkeit.

Die Arbeitsgemeinschaft der deutschen Rotkreuzmuseen trägt zur regelmäßigen Information und zur Qualifizierung der Museumsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter bei.

 

7. Kooperation und Öffentlichkeitsarbeit

Kooperationen und Öffentlichkeitsarbeit innerhalb und außerhalb des Verbandes werden ständig weiterentwickelt.

Angesichts der Kommunikations- und Verbreitungsfunktion der Rotkreuzmuseen kommt die­sen ein Stellenwert für den PR- und Fund-Raising-Bereich des Verbands zu.

 

8. Internationale Einbettung

Die Tätigkeit der Rotkreuzmuseen ist in die internationale Rotkreuz- und Rothalbmond­bewe­gung eingebunden sie. Sie agieren im Sinne der im November 2011 vom Delegiertenrat der Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung verabschiedeten Resolution zum Rotkreuzerbe.

 

Verabschiedet auf der 13. Jahrestagung der
Arbeitsgemeinschaft der deutschen Rotkreuzmuseen
am 23. September 2012 in Luckenwalde