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Stiftung Rotkreuz-Museum im Land Brandenburg

„Das Rote Kreuz – museumsreif?“ Mit dieser ironisch-zweideutigen Frage hatte die Bürgermeisterin von Luckenwalde ihre Rede überschrieben, mit der sie im Mai 2007 in Luckenwalde die Rotkreuzgeschichtliche Sammlung eröffnete, in der auf rund 200 qm 150 Jahre regionaler, nationaler und internationaler Rotkreuzgeschichte dargestellt werden.
Angefangen hat alles 2000 in einem Antiquariat, das eine Biographie des Rotkreuzgründers Henry Dunant anbot. Dieses Buch bildete nicht nur den Grundstock für die umfassende rotkreuzgeschichtliche Bibliothek, die dem Museum angegliedert ist, sondern für die Sammlung überhaupt. Es gelang, die Verantwortlichen des DRK-Kreisverbands Fläming-Spreewald – noch Träger des Museums, das aber im nächsten Jahr (2014) in eine von ihm gegründete Stifung übergeht – davon zu überzeugen, dass die Geschichte des Roten Kreuzes ein hohes Motivations- und Identifi kationspotential besitzt. Sie stellten für die Sammlung zunächst einen Raum zur Verfügung und bald auch einen auskömmlichen Haushaltsansatz. An der Tür hing Picassos Aufforderung „Gebt mir ein Museum, und ich werde es füllen.“
Damit war der Museumsauftrag fast zu erfüllen, es wurde gesammelt, bewahrt, auch geforscht – nur mit der Präsentation haperte es noch, denn an „richtige“ Museumsräume war vorerst nicht zu denken. 2006 trafen mehrere günstige Umstände aufeinander und ermöglichten es, Picassos Aufforderung zu realisieren: Der DRK-Kreisverband hatte eine neue Immobilie erworben, in der geeignete Räume zur Verfügung standen; das Museumsprojekt passte in Förderprogramme von Stadt und Sparkassenstiftung und auch der Kreisverband war überzeugt, dass Investitionen in ein Museum lohnend seien. Nach einem Jahr Konzeptions- und Einrichtungsarbeit wurden die Museumsräume 2007 eröffnet.
Ein Schwerpunkt der Sammlung liegt auf Gedrucktem: Neben der schon erwähnten Spezialbibliothek zur nationalen und internationalen Rotkreuzgeschichte gehören dazu Plakate, Graphiken, Urkunden. Die Autographensammlung umfasst einschlägige Dokumente von Henri Dunant, Bertha von Suttner, Elsa Brändström, Hermann Hesse, Gerhard Hauptmann, Kaiser Wilhelm II., den Kaiserinnen Augusta und Auguste Victoria, König Victor Emmanuel III. von Italien, Benito Mussolini und anderen mehr.
Es versteht sich, dass der Region Brandenburg und dem ehemaligen Preußen die besondere Aufmerksamkeit gilt. Mit Bezügen zu besonders dieser Region ist die Rotkreuzgeschichte in vier Epochen-Räumen dargestellt: Kaiserreich und Weimarer Republik, Nationalsozialismus, DDR, Nachwendezeit. Im größten Ausstellungsraum aber wird deutlich, dass die Rotkreuzbewegung weltumspannend ist – und dem Sammeln keine Grenzen setzt.

Kontaktdaten

Anschrift Stiftung Rotkreuz-Museum im Land Brandenburg
Neue Parkstraße 18
14943 Luckenwalde
Öffnungszeiten auf Anfrage
Telefon
E-Mail
Internet
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03371 / 62 57 - 0
rainer.schloesser(at)uni-jena.de
https://www.drk-flaeming-spreewald.de/...
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Museumsleiter Prof. Dr. Rainer Schlösser